Tag 6, 7 und 8
04/06/15 17:14
Liebe Leser,
verwundert wird der eine oder andere auf unsere Online Abstinenz reagiert haben, aber es hatte einen Grund, warum ich mich heute erst wieder melde.
Heute bedeutet, es ist Donnerstag, der 4. Juni 2015, wir sitzen zu viert auf Daniels Terrasse und schreiben diesen letzten Urlaubsbericht. Wer aufgepasst hat wird sicherlich wissen, dass wir jetzt eigentlich irgendwo in der Nähe des Crand Canyon de Verdon sitzen sollten und es gibt mehrere Gründe, warum dieses nicht der Fall ist. Aber nun chronologisch weiter am 02.06.2015.
Nachdem wir unser Ausweichhotel nach einem guten Frühstück dann gegen 10 Uhr verlassen haben, hatten wir wieder jede Menge toller Landschaften um uns herum. Wir fuhren in Richtung Gap, durch diese schöne Stadt hindurch, in deren Zentrum ich dann durch Zufall das Krankenhaus wahrnahm. Ich vermutete zunächst, dass dieses Gebäude eine JVA sein könnte (vergitterte Fenster, gesicherte Zufahrt), aber nach wenigen Metern änderte sich das Bild und man erkannte, dass es das Krankenhaus war. Das mir diese kurze Wahrnehmung im Verlaufe des Tages noch sehr nützlich werden sollte, konnte zu diesem Zeitpunkt dann niemand auch nur erahnen.
Wir waren an dem Tag recht gemütlich unterwegs, das Tagesziel (Col de Turini) war zeitlich locker zu erreichen. Nach Gap befuhren wir die D900 und es verging einige Zeit. Nach genau gefahrenen 142 km und um 13:42 Uhr war dann unsere Tour schlagartig beendet.
Was war passiert? Daniel hat in einer Linkskurve mit der Fussraste aufgesetzt und wurde „ausgehoben“. Durch dieses Manöver wurde der Kurvenradius dann so eng, dass er immer weiter herausgetragen wurde und dann schlussendlich mit der rechten Seite die Felswand streifte. Instinktiv wollte er sich mit dem rechten Fuss abstützen, was dieser ihm krumm nahm und in der Folge brach. Ich will jetzt nicht mehr weiter auf das was dann folgte eingehen. Das Bein sah zunächst mehr als schlimm aus und wir mussten mit dem schlimmsten rechnen. Die Ambulance, die Daniel versorgte, brachte ihn dann nach Gap ins Krankenhaus, Brandy und ich kümmerten uns um die Bergung des Motorrades.
Danach fuhren wir auch nach Gap, ich erinnerte mich daran, dass ich das Krankenhaus auf dem Hinweg ja schon mal gesehen hatte und so fanden wir es schnell. Motorräder in der Nähe abgestellt, nach Daniel gefragt, er war noch in Behandlung und wir hatten keine Chance zu dem Zeitpunkt, mit ihm zu sprechen. Also wieder weg, Hotel suchen und wir fanden eines 150 m vom Krankenhaus entfernt. Einchecken, duschen, langsam runter kommen. Später meldete sich Daniel und wir konnten zu ihm, es war da noch nichts passiert, weil man am nächsten Tag dann erst noch mal alles ansehen wollte. Wir ins Hotel, schlafen, Frühstück und wieder zu Daniel.
Hier jetzt das völlig Unerwartete: der Fuss zwar gebrochen, eine OP aber unnötig und eine Verlegung nach Hause am nächsten Tag möglich. Das war super viel Glück im Unglück, Brandy und ich also ins Hotel, Sachen packen und dann bei über 30 Grad und Sonnenschein mal eben die 540 km bis zu Daniels zu Hause in einem Stück durchgefahren (Tankpausen mussten sein).
Dieser Rückweg war zwar fürchterlich anstrengend, aber es ist bis auf eine Kleinigkeit (Brandys Navi hat sich direkt vor Genf für eine Stunde eine Auszeit genommen) alles gut gegangen.
Heute kam dann Daniel gegen 14 Uhr mit einem Ambulanzfahrzeug hier an und nun sitzen wir gemeinsam hier, sprechen über die vergangene Woche und werden diesen unseren letzten Abend geniessen. Morgen fahre ich mit Brandy dann wieder nach Hause. Wir 4 werden diesen Urlaub nächstes Jahr jedoch gemeinsam zu Ende bringen.
Epilog
Ohne weitere Erklärungen oder ausschweifenden Worte werde ich jetzt nur mal ein paar Fakten nennen. Bin gespannt, wer diese Tour so lange mitgemacht hätte.
Teilnehmer am 28.05.2015 = 4
Verlorenen Auspuff von Daniel am 28.05.2015
Werkstattbesuch und Abholung des reparierten Motorrades am 29.05.
Gerissener Zahnriemen von Brandy am 29.05.2015 gegen 17 Uhr
Einige Telefonate um den Ersatz zu organisieren bis 29.05. ca 20 Uhr
Motorrad auf Anhänger und Werkstattbesuch zum reparieren am 30.05.
Trauerfall in Felix`s Familie und seine Abreise am 01.06.2015
30 km vor dem Hotel eine eingestürzte Tunneldecke, die das Erreichen des Hotels verhinderte am 01.06.
Ersatzhotel buchen und somit doppelte Hotelkosten am 01.06.
Unfall von Daniel am 02.06.
Hotel am Krankenhaus buchen, somit wieder doppelte Hotelkosten am 02.06.
Ausfall des Navi auf der Heimfahrt am 03.06.
Rückkehrer am 03.06 = 2
Dieser Urlaub stand sicher nicht unter einem guten Stern. Das Positive daran ist jedoch, dass wir festgestellt haben, dass wir uns aufeinander mehr als verlassen können. Was aber noch wichtiger ist, heute Abend sind wir 4 wieder vereint, im Grossen und Ganzen war nichts so schlimm das es Folgeschäden geben wird und wir sind uns sicher, dass unser Pech für die nächsten 100 Jahre verbraucht sein sollte.
Ich verabschiede mich letztmalig für diesen Urlaub von euch, wünsche allen Lesern und ihren Lieben, dass ihr von so viel Pech verschont bleibt und werde mich sicher wieder von unserem nächsten Urlaub melden.
Euer
H.
verwundert wird der eine oder andere auf unsere Online Abstinenz reagiert haben, aber es hatte einen Grund, warum ich mich heute erst wieder melde.
Heute bedeutet, es ist Donnerstag, der 4. Juni 2015, wir sitzen zu viert auf Daniels Terrasse und schreiben diesen letzten Urlaubsbericht. Wer aufgepasst hat wird sicherlich wissen, dass wir jetzt eigentlich irgendwo in der Nähe des Crand Canyon de Verdon sitzen sollten und es gibt mehrere Gründe, warum dieses nicht der Fall ist. Aber nun chronologisch weiter am 02.06.2015.
Nachdem wir unser Ausweichhotel nach einem guten Frühstück dann gegen 10 Uhr verlassen haben, hatten wir wieder jede Menge toller Landschaften um uns herum. Wir fuhren in Richtung Gap, durch diese schöne Stadt hindurch, in deren Zentrum ich dann durch Zufall das Krankenhaus wahrnahm. Ich vermutete zunächst, dass dieses Gebäude eine JVA sein könnte (vergitterte Fenster, gesicherte Zufahrt), aber nach wenigen Metern änderte sich das Bild und man erkannte, dass es das Krankenhaus war. Das mir diese kurze Wahrnehmung im Verlaufe des Tages noch sehr nützlich werden sollte, konnte zu diesem Zeitpunkt dann niemand auch nur erahnen.
Wir waren an dem Tag recht gemütlich unterwegs, das Tagesziel (Col de Turini) war zeitlich locker zu erreichen. Nach Gap befuhren wir die D900 und es verging einige Zeit. Nach genau gefahrenen 142 km und um 13:42 Uhr war dann unsere Tour schlagartig beendet.
Was war passiert? Daniel hat in einer Linkskurve mit der Fussraste aufgesetzt und wurde „ausgehoben“. Durch dieses Manöver wurde der Kurvenradius dann so eng, dass er immer weiter herausgetragen wurde und dann schlussendlich mit der rechten Seite die Felswand streifte. Instinktiv wollte er sich mit dem rechten Fuss abstützen, was dieser ihm krumm nahm und in der Folge brach. Ich will jetzt nicht mehr weiter auf das was dann folgte eingehen. Das Bein sah zunächst mehr als schlimm aus und wir mussten mit dem schlimmsten rechnen. Die Ambulance, die Daniel versorgte, brachte ihn dann nach Gap ins Krankenhaus, Brandy und ich kümmerten uns um die Bergung des Motorrades.
Danach fuhren wir auch nach Gap, ich erinnerte mich daran, dass ich das Krankenhaus auf dem Hinweg ja schon mal gesehen hatte und so fanden wir es schnell. Motorräder in der Nähe abgestellt, nach Daniel gefragt, er war noch in Behandlung und wir hatten keine Chance zu dem Zeitpunkt, mit ihm zu sprechen. Also wieder weg, Hotel suchen und wir fanden eines 150 m vom Krankenhaus entfernt. Einchecken, duschen, langsam runter kommen. Später meldete sich Daniel und wir konnten zu ihm, es war da noch nichts passiert, weil man am nächsten Tag dann erst noch mal alles ansehen wollte. Wir ins Hotel, schlafen, Frühstück und wieder zu Daniel.
Hier jetzt das völlig Unerwartete: der Fuss zwar gebrochen, eine OP aber unnötig und eine Verlegung nach Hause am nächsten Tag möglich. Das war super viel Glück im Unglück, Brandy und ich also ins Hotel, Sachen packen und dann bei über 30 Grad und Sonnenschein mal eben die 540 km bis zu Daniels zu Hause in einem Stück durchgefahren (Tankpausen mussten sein).
Dieser Rückweg war zwar fürchterlich anstrengend, aber es ist bis auf eine Kleinigkeit (Brandys Navi hat sich direkt vor Genf für eine Stunde eine Auszeit genommen) alles gut gegangen.
Heute kam dann Daniel gegen 14 Uhr mit einem Ambulanzfahrzeug hier an und nun sitzen wir gemeinsam hier, sprechen über die vergangene Woche und werden diesen unseren letzten Abend geniessen. Morgen fahre ich mit Brandy dann wieder nach Hause. Wir 4 werden diesen Urlaub nächstes Jahr jedoch gemeinsam zu Ende bringen.
Epilog
Ohne weitere Erklärungen oder ausschweifenden Worte werde ich jetzt nur mal ein paar Fakten nennen. Bin gespannt, wer diese Tour so lange mitgemacht hätte.
Teilnehmer am 28.05.2015 = 4
Verlorenen Auspuff von Daniel am 28.05.2015
Werkstattbesuch und Abholung des reparierten Motorrades am 29.05.
Gerissener Zahnriemen von Brandy am 29.05.2015 gegen 17 Uhr
Einige Telefonate um den Ersatz zu organisieren bis 29.05. ca 20 Uhr
Motorrad auf Anhänger und Werkstattbesuch zum reparieren am 30.05.
Trauerfall in Felix`s Familie und seine Abreise am 01.06.2015
30 km vor dem Hotel eine eingestürzte Tunneldecke, die das Erreichen des Hotels verhinderte am 01.06.
Ersatzhotel buchen und somit doppelte Hotelkosten am 01.06.
Unfall von Daniel am 02.06.
Hotel am Krankenhaus buchen, somit wieder doppelte Hotelkosten am 02.06.
Ausfall des Navi auf der Heimfahrt am 03.06.
Rückkehrer am 03.06 = 2
Dieser Urlaub stand sicher nicht unter einem guten Stern. Das Positive daran ist jedoch, dass wir festgestellt haben, dass wir uns aufeinander mehr als verlassen können. Was aber noch wichtiger ist, heute Abend sind wir 4 wieder vereint, im Grossen und Ganzen war nichts so schlimm das es Folgeschäden geben wird und wir sind uns sicher, dass unser Pech für die nächsten 100 Jahre verbraucht sein sollte.
Ich verabschiede mich letztmalig für diesen Urlaub von euch, wünsche allen Lesern und ihren Lieben, dass ihr von so viel Pech verschont bleibt und werde mich sicher wieder von unserem nächsten Urlaub melden.
Euer
H.
Tag 5
01/06/15 22:19
Hallo an die Leser,
der heutige Tag begann mit einer schlechten Nachricht. Felix hatte einen Trauerfall in der Familie und hat uns heute verlassen um seiner Familie in der schweren Zeit beizustehen. Wir haben darüber nachgedacht die Reise abzubrechen um zum einen Felix auf dem Heimweg nicht alleine zu lassen und zum anderen fehlt uns halt ein Freund mit dem wir diese Reise geplant hatten. Es war Felix ausgesprochener Wunsch und in seinem Interesse das wir zu dritt beenden was vier begonnen haben. Schweren Herzens aber mit dem Wissen was es für Felix das ist was er sich wünscht, führten wir die Reise weiter.
An dieser Stelle sprechen wir Katrin und Felix unsere tiefste Anteilnahme aus und wünschen euch ganz viel Kraft für die kommende Zeit.
Daher werde ich jetzt mit dem (so es für uns zur Zeit möglich ist) normalen Alltag weiter machen und versuchen, euch den Tag 5 näher zu bringen.
Nachdem die schlechten Nachrichten für den Tag abgearbeitet waren, machten wir uns auf den Weg zu unserem Tagesziel Briancon. Die Streckenführung war enorm, und wir fuhren den heutigen Tag gefühlt mindestens 1,5 Mio. Kurven. Das dieser Tag immer noch die ein oder andere überraschung für uns bereit hatte, wusste zu diesem Zeitpunkt niemand, und wir waren einheitlich der Meinung, dass es langsam mit den Problemen reicht, die wir auf dieser Reise bekommen haben.
Unsere erste Strecke führte uns über den Col de Corbier. Nachdem wir dem Navi gefolgt und nach hunderten Kurven endlich wieder im Tal angekommen waren, gab es keine Strecke mehr, die uns weiter zu unserem Tagesziel Briancon gebracht hätte. Egal welche Strasse wir befuhren, wo wir abbogen oder was auch immer wir anstellten, wir drehten uns im Kreis. Irgendwann ist uns dann aufgefallen, dass wir eben diesen Pass nicht in der richtigen Richtung überfahren haben, sondern aus für uns nicht erklärbaren Gründen, nicht von Nord nach Süd sondern genau entgegengesetzt gefahren waren. Also wurde eben dieser Pass noch ein zweites Mal komplett befahren und wir hatten einige hunderte Kurven mehr.
Ausser das wir damit über eine Stunde Zeit verloren hatten, war alles gut. Wir vermissten nach wie vor Felix (mit dem das nicht passiert wäre) und führten die Reise fort.
Als nächstes machten wir uns über den Col des Gets (auch ein Pass, 1163 m), Cluses, Sallanches, Col des Saisies (1633 m), Albertville (weil der Col de L`Iseraen gesperrt war), Aiguebelle, Col du Clandon (1924 m) und sau kalt, La Grave, um dann festzustellen, das der letzte Pass vor Briancon, der Col du Lautaret (ist einer der le 2 Col des Alpes), der geschlossen war wegen noch vorhandenem Schnee. Also weiter kein Ding, ab auf die Ausweichstrecke und dort 30 km vor dem Ziel festgestellt, dass ein Tunnel eingestürzt war und wir einfach nicht durch kamen.
Ein freundlicher Franzose erklärte uns dann, dass die Umleitung „nur“ ca. 150 km ist und somit nur ungefähr 4 Stunden dauern wird, da die Strecke halt wieder über einige Pässe geht. Kurz entschlossen verzichteten wir auf unser gebuchtes Hotel, und suchten uns ein Hotel in Le Bourg-dÒisans. Da sitzen wir nun mittlerweile um 23 Uhr und schreiben den Tagesbericht.
Eine Kleinigkeit sei noch erwähnenswert. Wir hatten uns, in was für einem Dorf auch immer, nicht ganz auf das Navi verlassen können. Ein freundlicher Franzose hielt bei Daniel, und fragte wo wir hin wollen. Er gab uns einen Tipp, wie wir weiter fahren können. Der Tipp sah so aus, dass er ein kleines Stück vor uns her fahren wird und uns dann einen Weg zeigt, über den wir wieder auf unsere Route kommen werden. Gesagt getan, er zeigte irgendwann nach rechts, und wir fuhren den „Weg“ hinauf. Nach wenigen Metern wurde aus der guten Strasse eine Schottepiste mit gefühlte 80% Steigung. Wir mit den Reiseenduros hatten weniger Probleme, alles andere überlasse ich eurer Phantasie.
Mit diesen Worten verabschiede ich mich ernst und glücklich zugleich.
Euer
H.
der heutige Tag begann mit einer schlechten Nachricht. Felix hatte einen Trauerfall in der Familie und hat uns heute verlassen um seiner Familie in der schweren Zeit beizustehen. Wir haben darüber nachgedacht die Reise abzubrechen um zum einen Felix auf dem Heimweg nicht alleine zu lassen und zum anderen fehlt uns halt ein Freund mit dem wir diese Reise geplant hatten. Es war Felix ausgesprochener Wunsch und in seinem Interesse das wir zu dritt beenden was vier begonnen haben. Schweren Herzens aber mit dem Wissen was es für Felix das ist was er sich wünscht, führten wir die Reise weiter.
An dieser Stelle sprechen wir Katrin und Felix unsere tiefste Anteilnahme aus und wünschen euch ganz viel Kraft für die kommende Zeit.
Daher werde ich jetzt mit dem (so es für uns zur Zeit möglich ist) normalen Alltag weiter machen und versuchen, euch den Tag 5 näher zu bringen.
Nachdem die schlechten Nachrichten für den Tag abgearbeitet waren, machten wir uns auf den Weg zu unserem Tagesziel Briancon. Die Streckenführung war enorm, und wir fuhren den heutigen Tag gefühlt mindestens 1,5 Mio. Kurven. Das dieser Tag immer noch die ein oder andere überraschung für uns bereit hatte, wusste zu diesem Zeitpunkt niemand, und wir waren einheitlich der Meinung, dass es langsam mit den Problemen reicht, die wir auf dieser Reise bekommen haben.
Unsere erste Strecke führte uns über den Col de Corbier. Nachdem wir dem Navi gefolgt und nach hunderten Kurven endlich wieder im Tal angekommen waren, gab es keine Strecke mehr, die uns weiter zu unserem Tagesziel Briancon gebracht hätte. Egal welche Strasse wir befuhren, wo wir abbogen oder was auch immer wir anstellten, wir drehten uns im Kreis. Irgendwann ist uns dann aufgefallen, dass wir eben diesen Pass nicht in der richtigen Richtung überfahren haben, sondern aus für uns nicht erklärbaren Gründen, nicht von Nord nach Süd sondern genau entgegengesetzt gefahren waren. Also wurde eben dieser Pass noch ein zweites Mal komplett befahren und wir hatten einige hunderte Kurven mehr.
Ausser das wir damit über eine Stunde Zeit verloren hatten, war alles gut. Wir vermissten nach wie vor Felix (mit dem das nicht passiert wäre) und führten die Reise fort.
Als nächstes machten wir uns über den Col des Gets (auch ein Pass, 1163 m), Cluses, Sallanches, Col des Saisies (1633 m), Albertville (weil der Col de L`Iseraen gesperrt war), Aiguebelle, Col du Clandon (1924 m) und sau kalt, La Grave, um dann festzustellen, das der letzte Pass vor Briancon, der Col du Lautaret (ist einer der le 2 Col des Alpes), der geschlossen war wegen noch vorhandenem Schnee. Also weiter kein Ding, ab auf die Ausweichstrecke und dort 30 km vor dem Ziel festgestellt, dass ein Tunnel eingestürzt war und wir einfach nicht durch kamen.
Ein freundlicher Franzose erklärte uns dann, dass die Umleitung „nur“ ca. 150 km ist und somit nur ungefähr 4 Stunden dauern wird, da die Strecke halt wieder über einige Pässe geht. Kurz entschlossen verzichteten wir auf unser gebuchtes Hotel, und suchten uns ein Hotel in Le Bourg-dÒisans. Da sitzen wir nun mittlerweile um 23 Uhr und schreiben den Tagesbericht.
Eine Kleinigkeit sei noch erwähnenswert. Wir hatten uns, in was für einem Dorf auch immer, nicht ganz auf das Navi verlassen können. Ein freundlicher Franzose hielt bei Daniel, und fragte wo wir hin wollen. Er gab uns einen Tipp, wie wir weiter fahren können. Der Tipp sah so aus, dass er ein kleines Stück vor uns her fahren wird und uns dann einen Weg zeigt, über den wir wieder auf unsere Route kommen werden. Gesagt getan, er zeigte irgendwann nach rechts, und wir fuhren den „Weg“ hinauf. Nach wenigen Metern wurde aus der guten Strasse eine Schottepiste mit gefühlte 80% Steigung. Wir mit den Reiseenduros hatten weniger Probleme, alles andere überlasse ich eurer Phantasie.
Mit diesen Worten verabschiede ich mich ernst und glücklich zugleich.
Euer
H.
Tag 4
31/05/15 21:03
Ein freundliches Bonjour an die Leserschaft,
heute ist es in der Tat geschehen und wir haben uns auf den Weg nach Frankreich gemacht. Der Tag begann für alle gegen 08:00 Uhr. Einer nach dem anderen unter die Dusche, dabei einen Kaffee und dann ein ausgiebiges Frühstück. Das Gepäck auf die Motorräder verfrachtet, abgewaschen, Müll raus gebracht, noch mal alles kontrolliert was zu kontrollieren ist und dann ging es gegen 10:15 Uhr los.
Felix hat es in tatsächlich geschafft das (für uns bis jetzt erlebte) schönste Stück Schweiz für diesen Tag aufzuheben. Die Streckenführung ging durch ein atemberaubendes Stück Natur, die Berge kamen näher und näher und so lies dann auch der erste Pass nicht lange auf sich warten wir fuhren über den Col du Pillon (1546 müM).
Die Streckenführung für die Neugierigen unter euch: Lommiswil, Derendingen, Koppigen, Kilchberg, Krauchtal, Worb, Münsigen, Kiesen, Uttigen, Wimmis, Zweisimmen, Gstaad, Col du Pillon, Aigle, Le Bouveret, Evian les Bain.
Um 15:37 Uhr überfuhren wir dann die Grenze nach Frankreich und unsere Strecke führte uns noch ein gutes Stück weit entlang des Genfer Sees, bis wir unser Hotel erreichten. Dieses zu finden stellte sich zunächst nicht grade als einfach dar, da die heutigen Navigationsgeräte nicht immer wissen wo sie einen hinschicken, zumindest war das die Aussage von Daniel, der voraus fuhr. Kurz eingecheckt, voller Entsetzen festgestellt, dass in den Zimmern jeweils ein grosses Französisches Bett steht und darauf dann auch nur eine Zudecke von 2x2 Mtr. Das Bett ist nicht das Problem, aber nur eine Zudecke für 2 das war dann doch nicht gut und so bestellten wir schnell noch eine zweite für jedes Zimmer.
Dann kurz unter die Dusche und ab an den See. Die Temperatur betrug kühle 26 Grad, der Himmel war wolkenlos, mit anderen Worten, es war ein absolut genialer Sonnentag hier am See. Nach 3 Bier und einem phantastischen Flammkuchen in einer Brasserie sind wir nun wieder im Hotel und schreiben den Bericht. Ich erspare euch heute einen ewig langen Text, dafür folgen endlich Bilder. In diesem Sinn verabschiede ich mich für heute und lasse nun Daniel und Brandy die Bilder des Tages aussuchen. Zuerst jedoch wird der liebe Felix die Streckenführung eintragen und meinen Text Korrektur lesen, so hat jeder was zu tun damit wir euch immer informieren können.
Bis morgen Abend dann direkt aus den Seealpen.
Ecuer
H.
heute ist es in der Tat geschehen und wir haben uns auf den Weg nach Frankreich gemacht. Der Tag begann für alle gegen 08:00 Uhr. Einer nach dem anderen unter die Dusche, dabei einen Kaffee und dann ein ausgiebiges Frühstück. Das Gepäck auf die Motorräder verfrachtet, abgewaschen, Müll raus gebracht, noch mal alles kontrolliert was zu kontrollieren ist und dann ging es gegen 10:15 Uhr los.
Felix hat es in tatsächlich geschafft das (für uns bis jetzt erlebte) schönste Stück Schweiz für diesen Tag aufzuheben. Die Streckenführung ging durch ein atemberaubendes Stück Natur, die Berge kamen näher und näher und so lies dann auch der erste Pass nicht lange auf sich warten wir fuhren über den Col du Pillon (1546 müM).
Die Streckenführung für die Neugierigen unter euch: Lommiswil, Derendingen, Koppigen, Kilchberg, Krauchtal, Worb, Münsigen, Kiesen, Uttigen, Wimmis, Zweisimmen, Gstaad, Col du Pillon, Aigle, Le Bouveret, Evian les Bain.
Um 15:37 Uhr überfuhren wir dann die Grenze nach Frankreich und unsere Strecke führte uns noch ein gutes Stück weit entlang des Genfer Sees, bis wir unser Hotel erreichten. Dieses zu finden stellte sich zunächst nicht grade als einfach dar, da die heutigen Navigationsgeräte nicht immer wissen wo sie einen hinschicken, zumindest war das die Aussage von Daniel, der voraus fuhr. Kurz eingecheckt, voller Entsetzen festgestellt, dass in den Zimmern jeweils ein grosses Französisches Bett steht und darauf dann auch nur eine Zudecke von 2x2 Mtr. Das Bett ist nicht das Problem, aber nur eine Zudecke für 2 das war dann doch nicht gut und so bestellten wir schnell noch eine zweite für jedes Zimmer.
Dann kurz unter die Dusche und ab an den See. Die Temperatur betrug kühle 26 Grad, der Himmel war wolkenlos, mit anderen Worten, es war ein absolut genialer Sonnentag hier am See. Nach 3 Bier und einem phantastischen Flammkuchen in einer Brasserie sind wir nun wieder im Hotel und schreiben den Bericht. Ich erspare euch heute einen ewig langen Text, dafür folgen endlich Bilder. In diesem Sinn verabschiede ich mich für heute und lasse nun Daniel und Brandy die Bilder des Tages aussuchen. Zuerst jedoch wird der liebe Felix die Streckenführung eintragen und meinen Text Korrektur lesen, so hat jeder was zu tun damit wir euch immer informieren können.
Bis morgen Abend dann direkt aus den Seealpen.
Ecuer
H.
Tag 3
30/05/15 19:39
Ein freundliches Salü euch Daheimgebliebenen,
das Wichtigste zuerst. Es sind heute keinerlei Pannen, Ausfälle, Unwegsamkeiten, Probleme, Schwierigkeiten, Störungen oder Defekte zu vermelden. Somit war dieser dritte Tag der erste Tag, der so lief wie wir es uns von Anfang an gewünscht haben. Einzig der mittlerweile obligatorische Morgenbesuch bei einem Mechaniker war ein klein wenig störend, aber zwingend erforderlich, um Brandys Motorrad wieder auf die Strasse zu bekommen. Das bei „Big Bill“ erlebte hat Brandy ja schon skizziert und da lass ich mich nicht mehr weiter drüber aus.
Nachdem wir dann zunächst alle nach erfolgreichem Werkstattbesuch wieder hier im Fichtenweg weilten, besprachen wir schnell das Abendessen und kauften kurz noch die nötigen Zutaten für unser 5 Gänge Menü ein. Heute Abend soll es mediterran werden, es gibt Spaghetti mit Pesto.
Nachdem nun auch noch das geklärt und organisiert war, machten wir uns auf eine gut 150 km lange Tour durch eine wie immer wunderbare Landschaft, jedoch waren die Pausen so geschickt gewählt, dass es keine Bilder weiter gibt.
Für Interessierte die heutige Streckenführung:
Lommiswil, Oensingen, Olten, Hauenstein (675üM), Sissach, Gelterkinden, Wegenstetten, Eiken, Frick, Staffelegg (621üM), Aarau, Schönenwerd, Kölliken, Aarburg, Härkingen, Kestenholz, Oensingen, Lommiswil.
Trotzdem wollten wir diesen Tag nicht gänzlich unerwähnt lassen und deswegen dieser kurze Text. Kurz vor dem Ende trennte ich mich dann von den anderen Dreien und machte mich daran, den Weissenstein endlich mit dem Motorrad zu befahren. Für alle die irgendwann mal hier in der Nähe sind und das auch planen, von mir ein kleiner Tipp. Lasst es einfach, die Strasse ist super schmal, die Kurven enger als eng und wenn die Strecke nicht wenigstens schon mal aus dem Auto kennt, legt man sein Motorrad schnell mal ab. Die Warnung habe ich von Daniel und Felix auch bekommen, aber ich wollte nicht hören und habe es dann einfach mal versucht. Spass ist was anderes, aber ich war oben. Beweisfoto erstellt und wieder runter, was fast noch schlimmer wie hoch ist.
Für heute soll es dann reichen, ich verabschiede mich mit dem Wissen, dass wir ab morgen dann zu unserer Tour in Richtung Frankreich aufbrechen und ab morgen gibt es dann wieder viele Bilder und (hoffentlich) interessante Tagesberichte.
Ganz liebe Grüsse
Euer
H.
das Wichtigste zuerst. Es sind heute keinerlei Pannen, Ausfälle, Unwegsamkeiten, Probleme, Schwierigkeiten, Störungen oder Defekte zu vermelden. Somit war dieser dritte Tag der erste Tag, der so lief wie wir es uns von Anfang an gewünscht haben. Einzig der mittlerweile obligatorische Morgenbesuch bei einem Mechaniker war ein klein wenig störend, aber zwingend erforderlich, um Brandys Motorrad wieder auf die Strasse zu bekommen. Das bei „Big Bill“ erlebte hat Brandy ja schon skizziert und da lass ich mich nicht mehr weiter drüber aus.
Nachdem wir dann zunächst alle nach erfolgreichem Werkstattbesuch wieder hier im Fichtenweg weilten, besprachen wir schnell das Abendessen und kauften kurz noch die nötigen Zutaten für unser 5 Gänge Menü ein. Heute Abend soll es mediterran werden, es gibt Spaghetti mit Pesto.
Nachdem nun auch noch das geklärt und organisiert war, machten wir uns auf eine gut 150 km lange Tour durch eine wie immer wunderbare Landschaft, jedoch waren die Pausen so geschickt gewählt, dass es keine Bilder weiter gibt.
Für Interessierte die heutige Streckenführung:
Lommiswil, Oensingen, Olten, Hauenstein (675üM), Sissach, Gelterkinden, Wegenstetten, Eiken, Frick, Staffelegg (621üM), Aarau, Schönenwerd, Kölliken, Aarburg, Härkingen, Kestenholz, Oensingen, Lommiswil.
Trotzdem wollten wir diesen Tag nicht gänzlich unerwähnt lassen und deswegen dieser kurze Text. Kurz vor dem Ende trennte ich mich dann von den anderen Dreien und machte mich daran, den Weissenstein endlich mit dem Motorrad zu befahren. Für alle die irgendwann mal hier in der Nähe sind und das auch planen, von mir ein kleiner Tipp. Lasst es einfach, die Strasse ist super schmal, die Kurven enger als eng und wenn die Strecke nicht wenigstens schon mal aus dem Auto kennt, legt man sein Motorrad schnell mal ab. Die Warnung habe ich von Daniel und Felix auch bekommen, aber ich wollte nicht hören und habe es dann einfach mal versucht. Spass ist was anderes, aber ich war oben. Beweisfoto erstellt und wieder runter, was fast noch schlimmer wie hoch ist.
Für heute soll es dann reichen, ich verabschiede mich mit dem Wissen, dass wir ab morgen dann zu unserer Tour in Richtung Frankreich aufbrechen und ab morgen gibt es dann wieder viele Bilder und (hoffentlich) interessante Tagesberichte.
Ganz liebe Grüsse
Euer
H.
Tag 2,5
30/05/15 12:10
Soooo, hier meldet sich nochmal der Brandy. Vor Heiko wohlgemerkt.
Vorweg gesagt: Auch der letzte Stein ist vom Herzen gefallen. Alles hat geklappt. Um 9.00h sollte der „Express-Riemen“ bei Big Bill im Shop sein, wir sollten uns um 10.00h dort einfinden. Gesagt getan. Kaum angekommen, stand meine Buell auch schon auf der Bühne, und der neue Riemen wurde montiert. Wir wurden mit Kaffee versorgt, der Grill für`s Mittagessen war auch schon angefeuert. Eine Stunde später war meine Buellette abfahrbereit, incl. Insektenentfernung. Sah fast aus wie neu ;-) Noch ein Pläuschchen mit Big Bill über alte Zeiten, und wir verabschiedeten uns. An dieser Stelle nochmals vielen dank für die Hilfe. Ein Biker und Schrauber der alten Schule, der hilft wo Hilfe benötigt wird. Wie sagte er doch: Eine Kameradschaft hält solange, wie der Kamerad es schafft.
Danke Bill, dass wir dich kennen lernen durften.
Vorweg gesagt: Auch der letzte Stein ist vom Herzen gefallen. Alles hat geklappt. Um 9.00h sollte der „Express-Riemen“ bei Big Bill im Shop sein, wir sollten uns um 10.00h dort einfinden. Gesagt getan. Kaum angekommen, stand meine Buell auch schon auf der Bühne, und der neue Riemen wurde montiert. Wir wurden mit Kaffee versorgt, der Grill für`s Mittagessen war auch schon angefeuert. Eine Stunde später war meine Buellette abfahrbereit, incl. Insektenentfernung. Sah fast aus wie neu ;-) Noch ein Pläuschchen mit Big Bill über alte Zeiten, und wir verabschiedeten uns. An dieser Stelle nochmals vielen dank für die Hilfe. Ein Biker und Schrauber der alten Schule, der hilft wo Hilfe benötigt wird. Wie sagte er doch: Eine Kameradschaft hält solange, wie der Kamerad es schafft.
Danke Bill, dass wir dich kennen lernen durften.
Tag 2
29/05/15 18:59
Einen sonnigen guten Abend aus der 25 Grad warmen Schweiz in das hoffentlich auch sonnige Deutschland.
So schnell geht es und der zweite Tag unserer Tour neigt sich dem Ende zu. Leider mit wesentlich mehr Adrenalin und Stress wie nötig, aber dazu später mehr.
Da wir gestern Abend sehr zurückhaltend waren, was den Zuspruch an Alkohol betraf, hatte heute morgen niemand irgendwelche Probleme das Bett zu verlassen und der Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück. Im Hinterkopf war bei jedem noch die Sorge um das Motorrad von Daniel und die Hoffnung das Arni (so heisst der Harley Händler hier in Solothurn) es irgendwie hinbekommt. Um 11 Uhr kam dann der ersehnte Anruf und wir konnten Daniels Motorrad mit frisch geschweisstem Auspuff abholen. Also rein in die Klamotten und da wir dann gleich aufbrechen wollten, fuhren wir mit den Motorrädern zu Arni. Dem aufmerksamen Leser wird jetzt nicht entgangen sein, dass es da eine kleine Diskrepanz in der Anzahl der Motorräder und der Personen gibt, was zur Folge hatte, dass der liebe Daniel hinter einem von uns aufsitzen musste und zunächst als Sozius sein Dasein fristete. Ich gehe jetzt nicht näher auf die Fahrt zu Arni ein, einen fast abgerissener Handgriff an der Varadero lässt genügend Spielraum um zu vermuten.
Nachdem wir dann dieses gute Stück amerikanischen Metallhaufen wieder in unserer Mitte begrüssen konnten, machten wir uns auf den Weg ein Stück wunderbare Schweiz kennen zu lernen.
Die Routenführung für die Interessierten:
Hessigkofen, Utzenstorf, Burgdorf, Langnau im Emmental, Eggiwil, Schallenberg, Röthenbach, Oberdiessbach, Konolfingen, Affoltern im Emmental, Lueg, Wynigen, Koppigen, Gerlafingen, Biberist, Balmberg (zumindest der Versuch, den Pass zu befahren), Lommiswil.
Der Ritt durch einen Teil der Schweiz, wie er in jedem Urlaubsprospekt dargestellt wird, war einfach fantastisch und die erste Pause machten wir auf dem Schallenberg (1167 m) mit einer spektakulären Aussicht und einer noch spektakuläreren Auffahrt über eine Strasse, schmaler wie ein Handtuch mit gefühlten 1000 Kurven. Oben angekommen nahmen wir eine kleine Erfrischung und machten uns dann weiter auf den Weg durch ein wunderbares Stück Natur. Die Routenführung ist wie oben beschrieben, näher möchte ich nicht drauf eingehen, da es an und für sich relativ ereignisarm war. Kurz bevor wir dann wieder in Solothurn angekommen sind, trennte sich der liebe Felix vorübergehend von der Gruppe (ab und zu gehen private Termine einfach vor) und wir beschlossen zu Dritt noch den Hausberg von Solothurn, den Weissenstein, zu befahren. Es war gegen 15:30 Uhr und wir checkten kurz im Internet ab welche Uhrzeit die Strasse hinauf befahrbar ist (nach dem Bau einer Gondelbahn ist die Strasse nicht mehr jederzeit befahrbar, man will ja die Kosten für die Bahn wieder heraus bekommen). Leider war das erst ab 17:30 Uhr der Fall und wir planten um, aus dem Weissenstein wurde der Nachbarberg Balmberg (der Nachbarberg des Weissenstein). Also auf ging die wilde Fahrt und am Fusse des Berges angekommen wollten wir die Serpentinen auch auskosten und gaben ein klein wenig Gas. Daniel voraus, ich folgte und der liebe Brandy machte den Schluss. Nach der ersten Kurve sah ich Brandy noch im Rückspiegel, dann plötzlich war er weg. Wir fuhren noch einige Kurven dann fiel auch Daniel auf, dass Brandy nicht hinter uns war. Wir verringerten das Tempo um ihn aufschliessen zu lassen, nur Brandy kam nicht. Also drehten wir dann und fuhren ihm entgegen.
Wir fanden Brandy direkt hinter der ersten Kurve, das Motorrad lieb abgestellt, Helm und Jacke aus, es sah aus als wenn er ein wenig die Sonne geniessen wollte. Leider war der Anlass nicht so einfach, warum Brandy da so in der Gegend rum stand. Was war passiert? Beim Beschleunigen aus der Kurve heulte nur noch der Motor des Motorrades auf, Beschleunigung = 0. Der Zahnriemen war gerissen, somit der Antrieb ausser Funktion.
Mit diesem Schock mussten wir erst mal klar kommen, da wir aber von Natur aus nicht aufgeben, Telefon raus, Anruf bei Arni (der kannte uns ja noch von wenigen Stunden zuvor), dort war erst mal kein Mechaniker zu sprechen. Die freundliche Dame wollte aber einen suchen und zu einem Rückruf bewegen. Daniel hatte noch ein Eisen im Feuer und rief den grössten Harley Händler der Schweiz (der heisst Hess) an. Dort wurden wir mit der Werkstatt verbunden, aber leider hatten die den Zahnriemen nicht auf Lager, Lieferzeit 1 WOCHE. Wir waren mittlerweile am Verzweifeln. Da irgendwas passieren musste, sind Daniel und ich mit den Motorrädern zu Daniel gefahren (geflogen wäre der richtigere Ausdruck) und haben den Motorradanhänger geholt. Zurück bei Brandy haben wir dann das Motorrad aufgeladen und sind wieder zu Daniel nach Hause gefahren. Mittlerweile hatte sich der Mechaniker von Arni zurück gemeldet und wie befürchtet, auch da war kein Zahnriemen auf Lager. Er hatte jedoch noch die Idee „Big Bill“ anzurufen, da der vieles möglich machen würde was sonst nicht geht. Unser Urlaub war in diesem Moment beendet, die Option zu Dritt zu fahren gab es nie und wird es nicht geben. Also lag unsere Hoffnung auf „Big Bill“. Die Stimmung auf dem Tiefpunkt, Felix nicht bei uns, machten wir uns an eine Internet Recherche, um irgendwo so einen sch.... Zahnriemen aufzutreiben. Die Fa. Hess hatte zwar keinen da, aber würde am Samstag alles versuchen, um uns zu helfen wenn wir einen Zahnriemen besorgen. Leider waren die Lieferzeiten im Internet nie unter 7 Tagen und so sahen wir dann die Alpen in unerreichbarer Ferne entfliehen. Kurz nach 18 Uhr meldete sich Big Bill, er hatte einen Bekannten der noch so einen Zahnriemen hat, dieser wurde in eben diesem Augenblick per Expressfracht zu Big Bill aufgegeben und soll am Samstag gegen 9 Uhr bei ihm eintreffen. Wir haben nun einen Termin für morgen 10 Uhr bei Big Bill und der baut auch gleich den Zahnriemen ein.
Niemand kann sich vorstellen, was für Steine uns vom Herzen gefallen sind, nachdem wir diese Information bekommen haben. Alles wird gut. Erwähnt soll nur noch sein, dass Felix das alles ja nicht mitbekommen hat und nachdem er dann gegen 18:30 Uhr wieder zu uns gestossen ist, zunächst völlig verwirrt war, da Brandys Motorrad auf dem Anhänger stand. Er vermutete einen Scherz ihm gegenüber und war dann völlig von den Socken nachdem wir ihm berichteten.
So, das war nun aber genug Aktion für heute, der Grill läuft, wir sitzen immer noch bei Sonnenschein draussen und allen geht es gut. Nun noch ein bis zwei Bier, dann ins Bett und morgen pünktlich zur Werkstatt. Ich hoffe ich kann morgen mal von anderen Ereignissen berichten und nicht nur von Ausfällen und so....
Liebe Grüsse
Euer
H.
So liebe Leser, jetzt meldet sich der Brandy auch noch kurz zu Wort.
Nachdem ich auf den letzten Touren ja den Pannen-Zonk gebucht hatte, habe ich schon gedacht, das der Kelch dieses Mal vielleicht an mir vorüber geht. Schliesslich hat der liebe Daniel mit seinem gebrochenem Auspuff den Anfang gemacht. Aber als ich dann heute Nachmittag in ordentlicher Schräglage aus einer Rechtskurve rausbeschleunigen wollte, und dann plötzlich nur der Motor aufheult, dann rufst du nur noch: Scheisse, verdammte Scheisse. Warum wieder ich.
Und als ich die Bescherung gesehen habe, dachte ich nur, okay das war`s. Du kriegst jetzt mit Sicherheit auf einem Freitag Nachmittag keinen Zahnriemen für eine Buell mehr. In der Zeit bis Daniel und Heiko wieder zu mir gestossen sind, ist unser gemeinsamer Urlaub quasi vor meinen Augen in Scherben gegangen. Unsere anschl. Bemühungen bezüglich eines neuen Zahnriemens bestätigten meine Befürchtungen nur noch. Minimum eine Woche Lieferzeit. Ich kann gar nicht beschreiben, wie gross die Erleichterung über den erlösenden Anruf war. Da ist noch einer, der kennt einen, der hat auch keinen, kennt aber wiederum einen, und der hat einen, der bringt ihn auf den Weg, und dann baut ihn auch noch einer ein am Samstag, damit ich mit meinen Freunden weiterfahren kann.
Wow, jetzt sitzen wir zusammen, trinken auf die Schweizer Post und hoffen. Wir werden morgen berichten.
So schnell geht es und der zweite Tag unserer Tour neigt sich dem Ende zu. Leider mit wesentlich mehr Adrenalin und Stress wie nötig, aber dazu später mehr.
Da wir gestern Abend sehr zurückhaltend waren, was den Zuspruch an Alkohol betraf, hatte heute morgen niemand irgendwelche Probleme das Bett zu verlassen und der Tag begann mit einem ausgiebigen Frühstück. Im Hinterkopf war bei jedem noch die Sorge um das Motorrad von Daniel und die Hoffnung das Arni (so heisst der Harley Händler hier in Solothurn) es irgendwie hinbekommt. Um 11 Uhr kam dann der ersehnte Anruf und wir konnten Daniels Motorrad mit frisch geschweisstem Auspuff abholen. Also rein in die Klamotten und da wir dann gleich aufbrechen wollten, fuhren wir mit den Motorrädern zu Arni. Dem aufmerksamen Leser wird jetzt nicht entgangen sein, dass es da eine kleine Diskrepanz in der Anzahl der Motorräder und der Personen gibt, was zur Folge hatte, dass der liebe Daniel hinter einem von uns aufsitzen musste und zunächst als Sozius sein Dasein fristete. Ich gehe jetzt nicht näher auf die Fahrt zu Arni ein, einen fast abgerissener Handgriff an der Varadero lässt genügend Spielraum um zu vermuten.
Nachdem wir dann dieses gute Stück amerikanischen Metallhaufen wieder in unserer Mitte begrüssen konnten, machten wir uns auf den Weg ein Stück wunderbare Schweiz kennen zu lernen.
Die Routenführung für die Interessierten:
Hessigkofen, Utzenstorf, Burgdorf, Langnau im Emmental, Eggiwil, Schallenberg, Röthenbach, Oberdiessbach, Konolfingen, Affoltern im Emmental, Lueg, Wynigen, Koppigen, Gerlafingen, Biberist, Balmberg (zumindest der Versuch, den Pass zu befahren), Lommiswil.
Der Ritt durch einen Teil der Schweiz, wie er in jedem Urlaubsprospekt dargestellt wird, war einfach fantastisch und die erste Pause machten wir auf dem Schallenberg (1167 m) mit einer spektakulären Aussicht und einer noch spektakuläreren Auffahrt über eine Strasse, schmaler wie ein Handtuch mit gefühlten 1000 Kurven. Oben angekommen nahmen wir eine kleine Erfrischung und machten uns dann weiter auf den Weg durch ein wunderbares Stück Natur. Die Routenführung ist wie oben beschrieben, näher möchte ich nicht drauf eingehen, da es an und für sich relativ ereignisarm war. Kurz bevor wir dann wieder in Solothurn angekommen sind, trennte sich der liebe Felix vorübergehend von der Gruppe (ab und zu gehen private Termine einfach vor) und wir beschlossen zu Dritt noch den Hausberg von Solothurn, den Weissenstein, zu befahren. Es war gegen 15:30 Uhr und wir checkten kurz im Internet ab welche Uhrzeit die Strasse hinauf befahrbar ist (nach dem Bau einer Gondelbahn ist die Strasse nicht mehr jederzeit befahrbar, man will ja die Kosten für die Bahn wieder heraus bekommen). Leider war das erst ab 17:30 Uhr der Fall und wir planten um, aus dem Weissenstein wurde der Nachbarberg Balmberg (der Nachbarberg des Weissenstein). Also auf ging die wilde Fahrt und am Fusse des Berges angekommen wollten wir die Serpentinen auch auskosten und gaben ein klein wenig Gas. Daniel voraus, ich folgte und der liebe Brandy machte den Schluss. Nach der ersten Kurve sah ich Brandy noch im Rückspiegel, dann plötzlich war er weg. Wir fuhren noch einige Kurven dann fiel auch Daniel auf, dass Brandy nicht hinter uns war. Wir verringerten das Tempo um ihn aufschliessen zu lassen, nur Brandy kam nicht. Also drehten wir dann und fuhren ihm entgegen.
Wir fanden Brandy direkt hinter der ersten Kurve, das Motorrad lieb abgestellt, Helm und Jacke aus, es sah aus als wenn er ein wenig die Sonne geniessen wollte. Leider war der Anlass nicht so einfach, warum Brandy da so in der Gegend rum stand. Was war passiert? Beim Beschleunigen aus der Kurve heulte nur noch der Motor des Motorrades auf, Beschleunigung = 0. Der Zahnriemen war gerissen, somit der Antrieb ausser Funktion.
Mit diesem Schock mussten wir erst mal klar kommen, da wir aber von Natur aus nicht aufgeben, Telefon raus, Anruf bei Arni (der kannte uns ja noch von wenigen Stunden zuvor), dort war erst mal kein Mechaniker zu sprechen. Die freundliche Dame wollte aber einen suchen und zu einem Rückruf bewegen. Daniel hatte noch ein Eisen im Feuer und rief den grössten Harley Händler der Schweiz (der heisst Hess) an. Dort wurden wir mit der Werkstatt verbunden, aber leider hatten die den Zahnriemen nicht auf Lager, Lieferzeit 1 WOCHE. Wir waren mittlerweile am Verzweifeln. Da irgendwas passieren musste, sind Daniel und ich mit den Motorrädern zu Daniel gefahren (geflogen wäre der richtigere Ausdruck) und haben den Motorradanhänger geholt. Zurück bei Brandy haben wir dann das Motorrad aufgeladen und sind wieder zu Daniel nach Hause gefahren. Mittlerweile hatte sich der Mechaniker von Arni zurück gemeldet und wie befürchtet, auch da war kein Zahnriemen auf Lager. Er hatte jedoch noch die Idee „Big Bill“ anzurufen, da der vieles möglich machen würde was sonst nicht geht. Unser Urlaub war in diesem Moment beendet, die Option zu Dritt zu fahren gab es nie und wird es nicht geben. Also lag unsere Hoffnung auf „Big Bill“. Die Stimmung auf dem Tiefpunkt, Felix nicht bei uns, machten wir uns an eine Internet Recherche, um irgendwo so einen sch.... Zahnriemen aufzutreiben. Die Fa. Hess hatte zwar keinen da, aber würde am Samstag alles versuchen, um uns zu helfen wenn wir einen Zahnriemen besorgen. Leider waren die Lieferzeiten im Internet nie unter 7 Tagen und so sahen wir dann die Alpen in unerreichbarer Ferne entfliehen. Kurz nach 18 Uhr meldete sich Big Bill, er hatte einen Bekannten der noch so einen Zahnriemen hat, dieser wurde in eben diesem Augenblick per Expressfracht zu Big Bill aufgegeben und soll am Samstag gegen 9 Uhr bei ihm eintreffen. Wir haben nun einen Termin für morgen 10 Uhr bei Big Bill und der baut auch gleich den Zahnriemen ein.
Niemand kann sich vorstellen, was für Steine uns vom Herzen gefallen sind, nachdem wir diese Information bekommen haben. Alles wird gut. Erwähnt soll nur noch sein, dass Felix das alles ja nicht mitbekommen hat und nachdem er dann gegen 18:30 Uhr wieder zu uns gestossen ist, zunächst völlig verwirrt war, da Brandys Motorrad auf dem Anhänger stand. Er vermutete einen Scherz ihm gegenüber und war dann völlig von den Socken nachdem wir ihm berichteten.
So, das war nun aber genug Aktion für heute, der Grill läuft, wir sitzen immer noch bei Sonnenschein draussen und allen geht es gut. Nun noch ein bis zwei Bier, dann ins Bett und morgen pünktlich zur Werkstatt. Ich hoffe ich kann morgen mal von anderen Ereignissen berichten und nicht nur von Ausfällen und so....
Liebe Grüsse
Euer
H.
So liebe Leser, jetzt meldet sich der Brandy auch noch kurz zu Wort.
Nachdem ich auf den letzten Touren ja den Pannen-Zonk gebucht hatte, habe ich schon gedacht, das der Kelch dieses Mal vielleicht an mir vorüber geht. Schliesslich hat der liebe Daniel mit seinem gebrochenem Auspuff den Anfang gemacht. Aber als ich dann heute Nachmittag in ordentlicher Schräglage aus einer Rechtskurve rausbeschleunigen wollte, und dann plötzlich nur der Motor aufheult, dann rufst du nur noch: Scheisse, verdammte Scheisse. Warum wieder ich.
Und als ich die Bescherung gesehen habe, dachte ich nur, okay das war`s. Du kriegst jetzt mit Sicherheit auf einem Freitag Nachmittag keinen Zahnriemen für eine Buell mehr. In der Zeit bis Daniel und Heiko wieder zu mir gestossen sind, ist unser gemeinsamer Urlaub quasi vor meinen Augen in Scherben gegangen. Unsere anschl. Bemühungen bezüglich eines neuen Zahnriemens bestätigten meine Befürchtungen nur noch. Minimum eine Woche Lieferzeit. Ich kann gar nicht beschreiben, wie gross die Erleichterung über den erlösenden Anruf war. Da ist noch einer, der kennt einen, der hat auch keinen, kennt aber wiederum einen, und der hat einen, der bringt ihn auf den Weg, und dann baut ihn auch noch einer ein am Samstag, damit ich mit meinen Freunden weiterfahren kann.
Wow, jetzt sitzen wir zusammen, trinken auf die Schweizer Post und hoffen. Wir werden morgen berichten.
Tag 1
28/05/15 23:12
Hallo ihr Lieben auf der anderen Seite der Tastatur.
Nun ist es doch geschehen und Tag 1 ist vorbei. Da wir uns für heute einiges vorgenommen hatten, sind wir mit den Hühnern aus dem Bett und sind sofort tatendurstig zur Sache gegangen....... oh falscher Text..das war Wunschdenken.
Da unsere Freude über das Wiedersehen gestern unermesslich war und uns Grund zum Feiern gab, taten wir dieses ausgiebig. Leider hatte das die unangenehme Folge, dass wir heute morgen nicht so richtig frisch waren. Nach einem mehr oder weniger langem Kampf mit dem inneren Schweinehund war dann auch der letzte von uns gegen 8 Uhr aus dem Bett gekrochen. Das Wohlbefinden der einzelnen war nicht unbedingt als gut zu bezeichnen und 2 der Teilnehmer die nicht aus der Schweiz kommen konnten den Tag dann nur mit erlaubten Doping in Form einer Alka Selzer beginnen. Das Frühstück machte dann den Rest und versetzte uns immerhin in einen Zustand das wir schon mal fehlerfrei bis zu den Motorrädern gehen konnten.
Also alles bestens, Klamotten an, den viel zu kleinen Helm auf den viel zu großen Kopf gezwungen und Abfahrt zu einer sehr schönen 230 km langen Runde durch die Schweiz.
Für die Interessierten hier kurz die Streckenführung:
Solothurn- Oensingen - Moutier - Tramelan - La Chaux-de-Fonds - Vue des Alpes - Neuenburg - Ins - Arberg - Lyss - Grenchen - Selzach - Lommiswil.
Die Strecke war fantastisch, viele kleine Strassen und kaum Verkehr. Alleine der Jura ist es Wert, dass man da sicherlich mehr wie einmal durchfahren sollte. Unterwegs haben wir dann natürlich auch die eine oder andere Pause eingelegt und konnten oftmals ein phantastisches Panorama bewundern. Ansonsten war die Tour recht ereignislos und auf dem Rückweg formulierte ich dann schon mal die ersten Sätze, um euch an diesem Tag teilhaben zu lassen. Nachdem wir dann wieder hier (in Lommiswil) eingetroffen sind, kam es doch noch zu einem Ereignis, welches erwähnenswert ist und den Tag dann doch noch interessant hat werden lassen. Was ist wohl passiert? Richtig, es gab eine Panne! Nun die Frage aller Fragen, wer hatte die Panne wohl? Falsch, es war nicht Brandy, unser lieber Daniel hat leider nicht berücksichtigt, dass an seinem amerikanischem Bausatz evtl. auch mal das eine oder andere Teil abfallen kann und genau das ist passiert. Wie wir hier auf den Hof fahren, steht der liebe Daniel auf der Straße, unter seinem Motorrad liegt auf eben dieser das untere Auspuffrohr. Durch seine umsichtige Fahrweise und dem damit verbundenen öfteren Aufsetzen eben diesen Auspuffrohres auf dem Asphalt ist die Halterung gebrochen. Da sich dieser Daniels Harley ja mehr schüttelnd wie rollend durch die Gegend schiebt, hat dieses dann den Rest erledigt und den Auspuff quasi vor der Haustür abgeschüttelt. Also Werkstatt angerufen, Motorrad wurde abgeholt und hoffentlich bis morgen Mittag wieder repariert.
Wir sind dann nach getaner Arbeit kurz unter die Dusche gehüpft, haben uns endgültig wieder in menschliche Wesen verwandelt und sind dann zu Felix gefahren (dieses Mal mit dem Auto), wo wir zu einem wundervollen Essen eingeladen waren. An dieser Stelle ein dickes Danke an Kathrin, das Essen war ausgezeichnet und wir schlemmten wie die Götter. Mittlerweile ist es 23:45 Uhr und ich schreibe noch schnell den kurzen Text nieder. Nun noch ein bis zwei Glas Wein und dann gehts ins Bett. Irgendwie fehlt dem einen oder anderen noch eine Stunde Schlaf von letzter Nacht. Morgen gibt es dann den nächsten Bericht, auch was mit Daniels Motorrad passiert ist oder ob er evtl. ein Leihmotorrad haben muss.
Euer
H.
Nun ist es doch geschehen und Tag 1 ist vorbei. Da wir uns für heute einiges vorgenommen hatten, sind wir mit den Hühnern aus dem Bett und sind sofort tatendurstig zur Sache gegangen....... oh falscher Text..das war Wunschdenken.
Da unsere Freude über das Wiedersehen gestern unermesslich war und uns Grund zum Feiern gab, taten wir dieses ausgiebig. Leider hatte das die unangenehme Folge, dass wir heute morgen nicht so richtig frisch waren. Nach einem mehr oder weniger langem Kampf mit dem inneren Schweinehund war dann auch der letzte von uns gegen 8 Uhr aus dem Bett gekrochen. Das Wohlbefinden der einzelnen war nicht unbedingt als gut zu bezeichnen und 2 der Teilnehmer die nicht aus der Schweiz kommen konnten den Tag dann nur mit erlaubten Doping in Form einer Alka Selzer beginnen. Das Frühstück machte dann den Rest und versetzte uns immerhin in einen Zustand das wir schon mal fehlerfrei bis zu den Motorrädern gehen konnten.
Also alles bestens, Klamotten an, den viel zu kleinen Helm auf den viel zu großen Kopf gezwungen und Abfahrt zu einer sehr schönen 230 km langen Runde durch die Schweiz.
Für die Interessierten hier kurz die Streckenführung:
Solothurn- Oensingen - Moutier - Tramelan - La Chaux-de-Fonds - Vue des Alpes - Neuenburg - Ins - Arberg - Lyss - Grenchen - Selzach - Lommiswil.
Die Strecke war fantastisch, viele kleine Strassen und kaum Verkehr. Alleine der Jura ist es Wert, dass man da sicherlich mehr wie einmal durchfahren sollte. Unterwegs haben wir dann natürlich auch die eine oder andere Pause eingelegt und konnten oftmals ein phantastisches Panorama bewundern. Ansonsten war die Tour recht ereignislos und auf dem Rückweg formulierte ich dann schon mal die ersten Sätze, um euch an diesem Tag teilhaben zu lassen. Nachdem wir dann wieder hier (in Lommiswil) eingetroffen sind, kam es doch noch zu einem Ereignis, welches erwähnenswert ist und den Tag dann doch noch interessant hat werden lassen. Was ist wohl passiert? Richtig, es gab eine Panne! Nun die Frage aller Fragen, wer hatte die Panne wohl? Falsch, es war nicht Brandy, unser lieber Daniel hat leider nicht berücksichtigt, dass an seinem amerikanischem Bausatz evtl. auch mal das eine oder andere Teil abfallen kann und genau das ist passiert. Wie wir hier auf den Hof fahren, steht der liebe Daniel auf der Straße, unter seinem Motorrad liegt auf eben dieser das untere Auspuffrohr. Durch seine umsichtige Fahrweise und dem damit verbundenen öfteren Aufsetzen eben diesen Auspuffrohres auf dem Asphalt ist die Halterung gebrochen. Da sich dieser Daniels Harley ja mehr schüttelnd wie rollend durch die Gegend schiebt, hat dieses dann den Rest erledigt und den Auspuff quasi vor der Haustür abgeschüttelt. Also Werkstatt angerufen, Motorrad wurde abgeholt und hoffentlich bis morgen Mittag wieder repariert.
Wir sind dann nach getaner Arbeit kurz unter die Dusche gehüpft, haben uns endgültig wieder in menschliche Wesen verwandelt und sind dann zu Felix gefahren (dieses Mal mit dem Auto), wo wir zu einem wundervollen Essen eingeladen waren. An dieser Stelle ein dickes Danke an Kathrin, das Essen war ausgezeichnet und wir schlemmten wie die Götter. Mittlerweile ist es 23:45 Uhr und ich schreibe noch schnell den kurzen Text nieder. Nun noch ein bis zwei Glas Wein und dann gehts ins Bett. Irgendwie fehlt dem einen oder anderen noch eine Stunde Schlaf von letzter Nacht. Morgen gibt es dann den nächsten Bericht, auch was mit Daniels Motorrad passiert ist oder ob er evtl. ein Leihmotorrad haben muss.
Euer
H.
Tag 1 vor Tag 1
18/05/15 19:16
Der erste Tag
Der erste Tag ist gar nicht der erste Tag sondern der Tag vor dem ersten Tag. Heute morgen um 8 Uhr war die Welt für 3 Leute (2 Urlauber, ein Rentner) noch in Ordnung. Der vierte im Bunde.....das lassen wir lieber umkommentiert.
Lange Rede, kurzer Sinn. Um 8 Uhr tauchte Brandy bei mir auf, wir verpackten die letzten Dinge in das Auto und machten uns auf den Weg gen Schweiz. Die Fahrt verlief relativ problemlos (was daran lag, dass ich Brandy nicht habe tanken lassen) und nach einem kurzen Umweg über Weil am Rhein (das Navi war der Meinung, dass an der normalen Grenze ein riesiger Stau für eine Unmenge an Verspätung sorgt) kamen wir an einen Grenzübergang, der diesen Namen wahrlich nicht verdiente. Es stellte sich uns beim Überfahren der Grenze die Frage, ob die Schweizer Zöllner solidarisch mit den Zugführern der Deutschen Bahn zum Streik angetreten waren. Hätten wir die Vignette für die Schweizer Autobahnen nicht schon in Deutschland gekauft, müssten wir höchstwahrscheinlich immer noch an der Grenze warten um dieses blöde Stück Papier für die Windschutzscheibe zu bekommen. Nachdem wir aber dieses Problem in weiser Voraussicht in altbewährter Manier und vorauseilendem Gehorsam gelöst haben, fuhren wir über die Grenze und schmuggelten bei dieser Gelegenheit einen halben Zentner Fleisch aus Deutschland in die Schweiz. Nun sitzen wir zusammen beim Grillen und lassen uns das geschmuggelte Fleisch schmecken. Zu unserer ursprünglichen Gruppe hat sich noch der liebe Charly gesellt. Charly begleitet uns seit nunmehr mehreren Jahren Ingame (zur Auflösung bitte den Prolog der Schottlandtour lesen) und hat schon das ein oder andere Erlebnis auch „Realfilme“ mit uns erleben dürfen.
Jetzt reicht es aber für den ersten Tag der gar kein erster Tag ist, ich melde mich dann morgen von unserer ersten Tour mit den Eindrücken des Tages.
In diesem Sinn wünsche ich euch einen wunderbaren Abend, den wir hier sicher haben werden.
Euer
H.
Der erste Tag ist gar nicht der erste Tag sondern der Tag vor dem ersten Tag. Heute morgen um 8 Uhr war die Welt für 3 Leute (2 Urlauber, ein Rentner) noch in Ordnung. Der vierte im Bunde.....das lassen wir lieber umkommentiert.
Lange Rede, kurzer Sinn. Um 8 Uhr tauchte Brandy bei mir auf, wir verpackten die letzten Dinge in das Auto und machten uns auf den Weg gen Schweiz. Die Fahrt verlief relativ problemlos (was daran lag, dass ich Brandy nicht habe tanken lassen) und nach einem kurzen Umweg über Weil am Rhein (das Navi war der Meinung, dass an der normalen Grenze ein riesiger Stau für eine Unmenge an Verspätung sorgt) kamen wir an einen Grenzübergang, der diesen Namen wahrlich nicht verdiente. Es stellte sich uns beim Überfahren der Grenze die Frage, ob die Schweizer Zöllner solidarisch mit den Zugführern der Deutschen Bahn zum Streik angetreten waren. Hätten wir die Vignette für die Schweizer Autobahnen nicht schon in Deutschland gekauft, müssten wir höchstwahrscheinlich immer noch an der Grenze warten um dieses blöde Stück Papier für die Windschutzscheibe zu bekommen. Nachdem wir aber dieses Problem in weiser Voraussicht in altbewährter Manier und vorauseilendem Gehorsam gelöst haben, fuhren wir über die Grenze und schmuggelten bei dieser Gelegenheit einen halben Zentner Fleisch aus Deutschland in die Schweiz. Nun sitzen wir zusammen beim Grillen und lassen uns das geschmuggelte Fleisch schmecken. Zu unserer ursprünglichen Gruppe hat sich noch der liebe Charly gesellt. Charly begleitet uns seit nunmehr mehreren Jahren Ingame (zur Auflösung bitte den Prolog der Schottlandtour lesen) und hat schon das ein oder andere Erlebnis auch „Realfilme“ mit uns erleben dürfen.
Jetzt reicht es aber für den ersten Tag der gar kein erster Tag ist, ich melde mich dann morgen von unserer ersten Tour mit den Eindrücken des Tages.
In diesem Sinn wünsche ich euch einen wunderbaren Abend, den wir hier sicher haben werden.
Euer
H.